zwei personen dehnen sich vor dem sport

Training in der Kälte?

Sport und Bewegung sind wichtig, um den Körper gesund und fit zu erhalten.

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Wer sich bei Kälte im Freien bewegt, kann sein Immun­system und seine Venen stärken – und tut gleichzeitig etwas fürs psychische Wohlbefinden.  

Sport im Winter muss nicht unbedingt etwas mit Rodeln oder Skifahren zu tun haben. Auch Joggen und Walken sind tolle Wintersportarten, ebenso Radfahren oder Ball­spiele – zumindest, solange es draußen nicht gefähr­lich glatt ist. 

Training bei Minusgraden?

Bis zu welchen Temperaturen das Training im Freien zu empfehlen ist, hängt vom persönlichen Fitness- und Gesundheitszustand ab. Denn je niedriger die Temperatur, desto anstrengender ist der Sport für den Körper. Ältere und untrainierte Menschen sollten daher bei Temperaturen unter null Grad auf Sport im Freien verzichten. Bei körperlich fitten Sportlerinnen und Sportlern sollte das Training spätestens bei Temperaturen von minus 15 Grad beendet sein. Wer sich daran hält, kann seinem Körper viel Gutes tun. Denn die Bewegung im Freien hat verschiedene positive Effekte.

Immunabwehr ankurbeln

Beim Sporteln im Freien befeuchtet die kalte Winter­luft die Schleimhäute unserer Atemwege. Dadurch haben es Viren und Erkältungs­erreger schwerer, sich dort anzu­siedeln. Außerdem bringen die Bewegung sowie die Temperatur­unterschiede zwischen drinnen und draußen die Immun­abwehr auf Trab. 

Schlechte Stimmung vertreiben

Beim Sport schüttet unser Gehirn verschiedene Botenstoffe wie Serotonin und Dopamin aus. Sie sorgen für Glücksgefühle und erhöhen die Leistungsfähigkeit. Außerdem kurbelt Bewegung den Stoffwechsel an und hilft dabei, Stresshormone wie Cortisol abzubauen. Sport macht also erwiesenermaßen gute Laune – und ist deshalb auch ein gutes Mittel gegen Depressionen und Winterblues. 

Venen und Knochen stärken

Viele Menschen bekommen im Winter schnell dicke Beine. Denn die trockene Heizungs­luft und enge Schuhe können das Blut in den Venen stauen. Dadurch kann es zu Schwellungen oder Kribbeln in den Beinen kommen. Auch deshalb raten Fachleute in der kalten Jahreszeit zu Bewegung an der frischen Luft. Vor allem Laufen hilft, den Blutfluss in den Beinen zu regulieren und Schwellungen zu vermeiden. Außerdem trainieren Sie bei Sportarten wie dem Joggen Ihre Knochen. Gleichzeitig kann der Körper bei Tages­licht knochen­stärkendes Vitamin D produzieren – wenn auch im Winter weniger als in den Sommermonaten.

Vorsicht bei Asthma

Bei allen positiven Aspekten sollte man beim Training in der Kälte aber auch ein paar Dinge beachten: Durch die Kälte kühlen nämlich die Bronchien aus und ziehen sich zusammen. Vor allem bei Asthmatikern kann das zu einer so genannten belastungsinduzierten Bronchokonstriktion – auch „Anstrengungsasthma“ genannt – führen. Untersuchungen zeigen, dass Profi-Wintersportler und -sportlerinnen häufiger von Anstrengungsasthma betroffen sind. Doch auch Menschen, die moderat trainieren, verspüren mitunter einen Hustenreiz, wenn sie die kalte Winterluft einatmen. Daher empfiehlt sich ein Mundschutz, zum Beispiel ein Schal, um die Reizung der Atemwege so gering wie möglich zu halten.

Aufwärmen nicht vergessen!

Ganz wichtig: Wärmen Sie sich vor dem Sport bei winterlichen Temperaturen unbe­dingt einige Minuten auf – und zwar in einem Innenraum – und gehen Sie es langsam an. Muskeln und Sehnen sind bei Kälte sehr verletzungs­anfäl­lig. Und wenn Sie sich schlapp oder krank fühlen, verzichten Sie besser auf den Sport und schonen Sie sich, bis Sie wieder fit sind. Auf dem Sofa oder im Bett ist es im Winter schließlich auch gemütlich…

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