dame streichelt ihren hund

Tierisch gesund: Wie Haustiere unsere Gesundheit stärken

Ob Hund, Katze oder Wellensittich – Haustiere tun uns gut.

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Das sagen nicht nur die Besitzerinnen und Besitzer, sondern auch die Wissenschaft: Studien zeigen, dass tierische Begleiter Stress reduzieren, gut fürs Herz sind und sogar die geistige Fitness verbessern. 

Ein freudiges Bellen, ein warmes Schnurren oder ein neugieriger Blick aus kleinen Knopfaugen – Haustiere zaubern uns Menschen immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Kein Wunder also, dass Tiere für Millionen Menschen weltweit nicht nur Mitbewohner sind, sondern echte Familienmitglieder, die das Leben bereichern. Und nicht nur das. Wie zahlreiche Studien zeigen, sind Hund, Katze & Co. auch gut für unsere Gesundheit. Sie fördern Bewegung, senken Stress, stärken das Herz – und können sogar unser Gehirn länger jung halten.

Mentale Balance und weniger Einsamkeit

Wer ein Haustier besitzt, kennt es aus eigener Erfahrung: Der Umgang mit dem Tier wirkt oft enorm beruhigend. Und das hat gute Gründe. Wenn der Hund sich an uns kuschelt oder sich die Katze auf unserem Schoß zusammenrollt, sinkt automatisch unser Stresspegel. Studien haben gezeigt, dass beim Streicheln eines Tieres vermehrt das sogenannte „Kuschelhormon“ Oxytocin ausgeschüttet wird – das Hormon, das für Entspannung, Verbundenheit und emotionale Nähe sorgt. 

Außerdem helfen Tiere nachweislich gegen Einsamkeit. Denn durch sie bekommt der Alltag eine Struktur. Tägliches Füttern, Spielen, Streicheln und Spazierengehen geben dem Tag einen Sinn und einen regelmäßigen Rhythmus. Vor allem Hunde erleichtern zudem den Kontakt zu anderen Menschen, sei es beim Gassi gehen oder bei einer kleinen Pause im Café. 

Mehr Bewegung, gesünderes Herz

Vor allem Hundebesitzer können sich über zu wenig Bewegung meist nicht beschweren. Denn die täglichen Spaziergänge an der frischen Luft sorgen dafür, dass Menschen mit Hunden im Durchschnitt deutlich aktiver sind. Eine Studie aus Japan zeigt, dass Hundebesitzer signifikant häufiger die Bewegungsempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO erreichen als Menschen ohne vierbeinigen Ansporn. Die WHO rät Erwachsenen zu mindestens 150 bis 300 Minuten moderater oder mindestens 75 bis 150 Minuten intensiver körperlicher Aktivität pro Woche.

Doch nicht nur die viele Bewegung mit dem Vierbeiner tut uns gut. Die American Heart Association veröffentlichte bereits 2013 eine umfangreiche Analyse, in der Haustiere – insbesondere Hunde und Katzen – mit einer deutlichen Senkung des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht werden. Auch andere Studien zeigen, dass sich schon wenige Monate nach dem Einzug eines Haustiers bei Tierhaltern Blutdruck, Stressbelastung und körperliche Aktivität deutlich verbessern.

Fitness fürs Gehirn

Sogar auf unser Gehirn wirken sich Haustiere positiv aus. Forschende haben herausgefunden, dass vor allem Hunde und Katzen dabei helfen, die Gehirnleistung zu erhalten und den kognitiven Abbau im späten Erwachsenenalter zu verlangsamen. Vermutlich, so zeigt eine neue Studie in der Fachzeitschrift „Scientific Reports“, liegt das daran, dass der Umgang mit dem Tier bestimmte Gehirnfunktionen ihrer Besitzer trainiert. Hundebesitzer haben laut der Studie ein besonders gutes Gedächtnis, Katzenbesitzer eine im Vergleich zu anderen Haustierhaltern langsamer abnehmende Sprachgewandtheit. Kurz gesagt: Haustiere können uns auch dabei helfen, im Alter geistig fit zu bleiben.

Doch bei allen positiven Aspekten gilt: Ein Tier braucht Zeit, Zuwendung und ein stabiles Zuhause. Das sollte jedem bewusst sein, der sich für ein Haustier entscheidet. Doch wer diese Verantwortung übernimmt, erhält im Gegenzug einen treuen Gefährten, der den Alltag bereichert und uns hilft, gesund zu bleiben – jeden einzelnen Tag.

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